Kasachstan auf dem Weg zur grünen Wirtschaft? 100% Erneuerbare Energien als Weg zum Frieden

Kein Wunder. In Kasachstan ist die politische Elite immer noch in höchstem Maße mit Erdöl, Erdgas, Kohle und dem Uranbergbau verbunden. Sie können noch nicht begreifen, dass das fossil/atomare Zeitalter sich dem Ende neigt.

Doch dies ist nicht das ganze Bild von Kasachstan. In vielen Gesprächen erfuhr ich, wie Menschen und Unternehmen Erneuerbare Energien und die grüne Wirtschaft voranbringen. So mit dem Bürgermeister des Saryarka Distriktes in Astana, Turbulek Arman Alashuly, der Pilotprojekte in seiner Stadt für 100% Erneuerbare Energien umsetzen will und die Energy Watch Group (EWG) bat hier zu unterstützen. Ich sprach mit der Beratergruppe der Präsidententochter Aliya Nazarbayev, die eine ökologische Siedlung mit 100% Erneuerbaren Energien verwirklichen will. Im Gespräch mit dem Leiter des Energieversorgers Astana Energoservice, Ardak Tiyes, hörte ich seinen großen Willen, der Entwicklung der Erneuerbaren Energien in der Welt nicht hinterher zu hinken. Auch er bat um die Unterstützung der EWG, hier zu helfen. Er war völlig erstaunt zu hören, dass es schon ganze Länder mit einer vollständigen Elektrizitätsversorgung mit Erneuerbaren Energien gibt und dass die EWG/LUT-Studie belegte, dass dies sogar weltweit nicht nur möglich ist, sondern sogar das kostengünstigste Stromsystem ist. In einer Schule konnten wir die Ergebnisse der Schülerarbeiten bestaunen, die Konzepte und Techniken mit Erneuerbaren Energien entwickelten, und Bäume als Zeichen für ein grüner werdendes Kasachstan pflanzen.

Dies alles zeigte mir, dass die Gesellschaft weiter ist, als es die Regierung in Kasachstan erscheinen lässt.

In meiner Rede auf dem Panel zur grünen Wirtschaft ermunterte ich Kasachstan erneut einen klaren Weg zu 100% Erneuerbaren Energien zu gehen. Das war für den Staatssender Kazakh TV der Anlass mit mir das Fernsehinterview des Tages zu führen.

In meiner Rede erwähnte ich auch die friedenspolitische Wirkung der Erneuerbaren Energien und stellte einen Vorschlag für einen Friedensplan für Korea mit Denuklearisierung der ganzen Koreanischen Halbinsel vor.

Diesen Plan überreichte ich an Ex-UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, im Beisein des Ministerpräsidenten Kasachstans (siehe Bild). Hier geht es zu meiner Rede.

Auch dem Nobelpreisträger und IPCC-Mitglied Rae Kwon Chung von der Incheon Universität überreichte ich den Vorschlag des Korea-Friedensplans mit 100% Erneuerbaren Energien, ebenso mein Buch „Globale Abkühlung“.

Auf dem gleichen Panel sprach auch Ruslana Lyzhychko, Eurovison Song Contest Gewinnerin 2004, zu Erneuerbaren Energien als Friedensenergie. Mit ihrer Erfahrung als führende Frau im ukrainischen Maidan-Aufstand von 2013 konnte sie dies sehr authentisch vermitteln, indem sie die Zerstörung ihres Landes durch Tschernobyl und den Krieg um Erdgas im Donbas erläuterte. Mit ihrer Forderung Erneuerbare Energien als Friedensenergie erntete sie im Publikum begeisterte Zustimmung.

Dennoch bleibt Ernüchterung, denn solange die Regierung noch keine optimalen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien schafft, wird es keine starke Entwicklung geben können, da insbesondere ausländische Investoren noch immer einen großen Bogen um Kasachstan schlagen. So ist die EEG-Einspeisevergütung immer noch nicht an den Dollar oder Euro gebunden, womit keine Investitionssicherheit besteht. Zwar hat die Regierung das Ziel von 30% Ökostrom bis 2030 beschlossen und auf dem Forum eine Ausschreibung für 1 GW Erneuerbare Energien eröffnet, doch dies kann nur ein erster kleiner Schritt sein.

Ich habe versprochen auch weiterhin mit der EWG mitzuhelfen die politischen Rahmenbedingungen für Erneuerbare Energien im führenden Land Zentralasiens zu befördern. Insbesondere versprach ich Rapil Zhoshybaev, dem Leiter des auf dem Forum neu gegründeten Zentrums für grüne Technologien und Investitionen, mit der EWG den Aufbau des Technologiezentrums beratend zu unterstützen.

Die Welt braucht auch Zentralasien, um auch dort mit 100% Erneuerbaren Energien wirksamen Klimaschutz zu realisieren.

Quelle: www.hans-josef-fell.de  

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