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Heute ist der 33. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe. Und der Atomkraftwahnsinn geht unbeirrt weiter.

Die immensen Schäden in der Ukraine, Belarus und Russland durch den Atomunfall sind längst noch nicht beseitigt. Weite Landesteile werden noch lange unbewohnbar bleiben und die Bedrohung durch Schäden ist trotz eines Sarkophags über dem Unglückreaktor nicht endgültig gebannt.

Doch selbst die Regierung der Ukraine entschied nun unter dem bereits abgewählten Präsidenten Poroschenko den Weiterbau zweier uralter Bauruinen in Chmelnitzkiy, wie Greenpeace Energy berichtet.

Bis 2026 sollen die beiden Blöcke ans Netz gehen. Damit setzt die Ukraine auf die dunkle Vergangenheit, mit unsicheren und für ganz Europa gefährlichen Reaktoren, statt mit Erneuerbaren Energien auf die Zukunft. Mehr noch, die wirtschaftliche Schieflage des Landes wird sich dadurch nur noch weiter zuspitzen und die bereits hohe Staatsverschuldung weiter nach oben treiben. Denn einen privaten Investor in die Atomkraft gibt es nicht, weder in der Ukraine noch weltweit.

Wie stark die finanziellen Risiken der Kernenergie auch in wirtschaftlich stärkeren Ländern sind, zeigen zwei Beispiele aus Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In der EWG Studie zum Finanzdesaster der europäischen Atomindustrie wurde schon darauf hingewiesen, dass eine Inbetriebnahme des französischen EPR in Flamanville nach 2020 erhebliche finanzielle Risiken birgt, nicht nur für den Bauherren, das französische Energieunternehmen EDF, sondern auch für den britischen Reaktorneubau in Hinkley Point. Mit einer Inbetriebnahme nach 2020 fallen britische Staatsgarantien weg, was wiederum EDF milliardenschwer belasten könnte.

Vor kurzem erst wurde nun bekannt, dass der Atommeiler im französischen Flamanville genau wie befürchtet, nicht einmal 2020 ans Netz gehen wird, sondern erst 2022. Das Ganze geschieht vor dem Hintergrund einer möglichen Verstaatlichung des französischen Energieriesen EDF, der Flamanville auch betreibt. Dies würde vor allem den stetig steigenden Kostenberg des Atomkraftwerks auf die französische Bevölkerung übertragen. Generell sieht sich EDF einem Dilemma gegenüber: Der Konzern verliert zunehmend Kunden während er gleichzeitig Milliarden investieren muss, um seine alternde Atomflotte instand zu halten und die uferlosen Kostensteigerungen der Neubauten zu finanzieren. Nun existieren sogar Pläne bei EDF für ein weiteres Atomkraftwerk, das besagten Schuldenberg auf €37 Milliarden ansteigen lassen würde, bei einem gleichzeitigen Investitionsstau von €100 Milliarden.

Es wird nun häufig argumentiert, dass die Kostenexplosionen und jahrelangen Verzögerungen in der Atomwirtschaft ein Problem der unfähigen europäischen Atomwirtschaft seien, andere, wie z.B. die Koreaner könnten schnell und kostengünstig bauen. Doch der Reaktorneubau Barakah in Abu Dhabi, begonnen 2012, weist die gleichen Probleme auf. Hersteller ist Korea Hydro and Nuclear Power, ein Tochterunternehmen der Korea Electric Power Corporation (KEPCO). Die geplante Fertigstellung war 2017. Nun soll der erste von vier Blöcken voraussichtlich erst im Jahr 2020 ans Netz gehen. Die ursprünglich geplanten Kosten von $20 Milliarden sind im Laufe der Jahre auf $32 Milliarden angestiegen, finanziert zum Großteil durch die Regierung in Abu Dhabi und Kredite der Export-Import Bank of Korea (KEXIM). Das Atomkraftwerk Barakah ist damit das weltweit 5t-teuerste Atomkraftwerk aller sich im Bau befindenden Atomkraftwerke.

Diese beiden Beispiele zeigen auf, dass die Atomenergie im Vergleich mit Erneuerbaren Energien viel zu teuer ist und auch keine schnelle Energiebereitstellung liefern kann.

Es ist unfassbar, dass es rund um den Globus immer noch unbelehrbare Entscheidungsträger gibt, die am Neubau von Atomkraftwerken festhalten, trotz aller Finanz- und Baudesaster. Und es ist umso mehr unfassbar, dass eine Ukrainische Regierung, die nicht einmal in der Lage war den Sarkophag in Tschernobyl selbst zu finanzieren, 33 Jahre nach dem furchtbaren Atomunfall nichts dazu gelernt hat.

Quelle: www.hans-josef-fell.de 

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